Community – Gummihund https://www.buckelpistenfahren.de Kompendium zum Buckelpistenfahren Sat, 06 Jun 2026 09:27:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.19 Mal was anderes https://www.buckelpistenfahren.de/mal-was-anderes/ https://www.buckelpistenfahren.de/mal-was-anderes/#respond Wed, 02 Jun 2021 22:01:51 +0000 https://www.buckelpistenfahren.de/?p=3668

Mal was anderes

Wahrscheinlich hat jeder Mensch, der 40 Jahre alt ist, ein paar Sachen gefunden, die außer ihm keiner kennt. Derartiges kann man kommunizieren. Ein paar lustige Ausrutscher mitten im Getöse von vielen Themen, die immer was zu erzählen haben, die einen aber nicht wirklich interessieren. Das Ganze hat jetzt erst mal nichts mit dem Buckenpistenfahren zu tun. Ihr werdet also ungewalzte Pisten nicht elastischer herunter fahren können, wenn Ihr ein Buch gelesen oder den einen oder anderen Film angeschaut habt.

Ignaz oder die Verschwörung der Idioten

[Buch, 1963]

Hier geht es um einen Typen … ach lest es einfach selber. Mein Mitschüler hat das Buch zufällig in der Stadtbücherei gefunden. Ich kann mir vorstellen, dass die Übersetzung von Herrn Maringter aus dem Klett Verlag besser ist als das amerikanische Original. So wie Klaus Völker auch ein wunderbarer Übersetzer von Boris Vian ist.

Subway

[Film, 1985, Luc Besson]

Dieser Film hat eine ganz eigene Logik, der man folgen kann oder auch nicht. Am Schluss wird sogar die Existenz des Todes in Frage gestellt. Alles Falschspieler? Man weiß es nicht.

Z.B. Otto Spalt

[Film, 1988]

Große Dichte an Ideen, handwerklich hervorragend gemacht und die Schauspieler sind umwerfend – nur die Handlung vielleicht etwas holprig, aber das stört nicht wirklich. Man kann den Film nicht bei Amazon bestellen. Der Regisseur brennt die DVDs seines Filmes selbst und verschickt sie dann per Post. Verbessert ihm die Rente, er hat es sich verdient.

Blade Runner

[Film, 1982]

Lebensfreude haben wir Menschen durchaus, aber manchmal nur in beschränktem Umfang. In dem Film sehen wir künstlich erzeugte Wesen, die so intensiv leben und uns so überlegen sind, dass sie den kurzen Rahmen ihrer Existenz unbedingt sprengen wollen. Am Schluss sagt der beeindruckend manische Roy: „I’ve seen things you people wouldn’t believe“. Er spricht hier vom Tannhäuser Tor in der Nähe des Saturn.

Truman Show

[Film, 1998]

Man mag von Jim Carrey sagen was man will, aber er kann auch. Dieser Film baut sich kontinuierlich auf und wir können das Verhalten der Figuren problemlos nachvollziehen.

Im höchsten Grade fantastisch

[Buch, 1963]

Vintage- Buch zum Thema Zukunftsforschung von Arthur C. Clarke. Hier wird prognostiziert, dass man Satelliten in einer geostationären Umlaufbahn halten kann und dass „hochentwickelte Technik von Magie nicht zu unterscheiden“ ist. So sieht es aus, wenn die Sonne aufgeht.

Enki Bilal

[Comiczeichner]

Enki ist in der Lage, Utopien zu imaginieren. Er hat sich seine Finger wund gezeichnet, ist mit der Zeit besser geworden und hat kein bisschen nachgelassen.

Zur Sache Schätzchen

[Film, 1968]

Es gibt nur eine Art und Weise, um an Frauen ran zu kommen: Du musst sie zum Lachen bringen. Die Macherin dieses Films ist weiblich und heißt May Spils.

Che

[Film, 1972]

Erotikfilm mit Humor. Hier wird die Realität komplett aus den Angeln gehoben. Als der Geldgeber der Produktion das Ergebnis sah – oder sehen musste – hat er nur ein Wort gestammelt „Che“? Was? Das ist alles? Er wollte doch einen richtigen Film haben und nicht sowas …

Zukunft

[Buch, Herausgeber Gööck]

Ein Buch vom Bertelsmann Verlag aus dem Jahr 1972. Manche der Vorhersagen sind eingetreten, manche auch nicht. Auf Seite 130 findet ein Wissenschaftler heraus, dass wir Menschen auch Wasser atmen können. Ich habe intensiv nach einem Buch gesucht, das dieses fortführen könnte – aber da kam nichts mehr.

Das war es. Mehr habe ich im Augenblick nicht, was ich empfehlen kann.

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Kommentar von Eva https://www.buckelpistenfahren.de/2872-2/ https://www.buckelpistenfahren.de/2872-2/#respond Fri, 17 Apr 2020 14:18:25 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=2872 .flex_column.av-3x17zs-e454adc941c341325eec4e0fd3909f00{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Kommentar von Eva

Dann gab es noch diese Eva in unseren Kursen, die immer so interessiert aus der Wäsche kuckte. Mittlerweile ist aus der kleinen Eva B. eine Universitätsabsolventin und Mutter von vier Kindern geworden und sie hat einen Kommentar geschrieben. Den Beitrag habe ich vor kurzem erhalten. Der Text ist etwas dick aufgetragen, zugegeben, aber man merkt auch nach dieser langen Zeit, wie lustig die Fahrten unseres Skiclubs für die jungen Teilnehmer waren. Uns Betreuern war das gar nicht so bewusst. Ich war also nicht nur ein eigenständiger Skifahrer sondern habe auch Kurse betreut, um die Zeit in den Alpen ein wenig zu verlängern.


Das Internet Kompendium „Gummihund“ ist eine Seite  zum Thema Buckelpiste. Geschrieben von einem ehemaligen Buckelpistenfahrer. Ehemalig, weil er keine Buckelpisten mehr findet – der technische Fortschritt hat diese Pistenform anscheinend verdrängt.

Die Seite erzählt von den Techniken des Buckelpistenfahrens und beschreibt das damalige Lebensgefühl mit Hilfe satirisch anmutender Anekdoten.

Offensichtlich erlebte der Autor die Zeit seiner Jugend, in der er mit seinen Weggefährten die Buckelpisten erkundete – als dermaßen intensiv und anregend, dass seine Gedanken noch Jahre später um das Thema kreisten. Gefesselt von der Thematik, hat er jedes Detail immer und immer wieder reflektiert. Es wurde ihm zum Bedürfnis, seine Gedanken schriftlich zu fassen. Die Worte sprudelten heraus und mussten nur niedergeschrieben werden. Dabei schien es ihm weniger wichtig, dass Außenstehende den Blog lesen- oder gar kommentieren würden. Und erst recht sollte kein Lehrbuch über die Technik des Buckelpistenfahrens daraus werden. (Technik Lehrbücher wurden bereits von anderen geschrieben und nicht gelesen – siehe z.B. „Ski Mental“ von Wolf Hellwig und Ulrich Fischer, erschienen 1976).

Entstanden ist ein Werk, welches ein gewisses Lebensgefühl widerspiegelt und kleine Ausflüge in die Gedankenwelt eines tiefsinnigen, philosophieaffinen, geistreichen und intelligenten Übriggebliebenen des 1966er Geburtenjahrgangs unternimmt. Der Autor gibt einen Einblick in sein Seelenleben, ohne auch nur das geringste über sich selbst zu offenbaren. Er zeigt keinerlei Eitelkeit und verzichtet auf selbstdarstellerisches Gehabe in Form von Videos oder eigener Geschichten.

Lediglich der Vergleich von sich selbst mit dem Schönheitsideal der 90er Jahre, personifiziert durch einen „Baywatch“ – Star lässt Rückschlüsse auf seine Selbstwahrnehmung zu.

Die sprachliche Präzision der Texte reicht zwar nicht an die Sprachkunst eines Peter Handkes heran, doch diesen Anspruch sollte sie auch nicht erheben – Ziel ist doch die authentische Wiedergabe von gelebten Erfahrungen. Dies gelingt durch eine fast kindlich naiv wirkende Art der Erzählweise mit einer humoristischen Form der Selbstironie. Der Leser wird behutsam abgeholt, ohne überfordert zu sein. Durch gelegentliche Einwürfe in andere Bereiche des Lebens offenbart sich der eigentliche Tiefgang des Geschriebenen. Der Leser wird so zum Querdenken angeregt. Ein stilistisches Hilfsmittel das seinesgleichen sucht. Mitteilungsbedürftige Philosophen der Gegenwart werden bei einer Konfrontation mit dem Text vielleicht sogar schlucken müssen und aus innerer Sorge heraus nervöse Bewegungen machen.

Beim Lesen der Seiten stellt sich dem Leser die Frage, was wohl heute aus den damaligen Gummihunden geworden ist. Gibt es denn wirklich keine Weiterentwicklung der Buckelpistenidee, keinen Aufbruch mehr in neue Zeiten? Macht es Sinn, auf ein Revival der Buckelpiste zu hoffen, oder sollte man sich nicht lieber anderen Themen zuwenden? Statt den planierten oder weggeschmolzenen Buckelpiste nachzutrauern, könnte man doch z. B. aktiv werden und sich eigene Buckelpisten erschaffen.

Da ich selbst als Jungteenie- Mädchen das Privileg haben durfte, ein paar Buckelpistenfahrer live zu erleben kann ich die Euphorie und Faszination doch nachempfinden.

Damals – wie auch heute noch – gab es in unserer Kleinstadt eine Jugend- Skifreizeit nach Obertauern, an der ich im Alter von 12 bis 15 Jahren jährlich teilnahm. Dort lernte ich Skifahren und noch einiges mehr. Obertauern war immer etwas Besonderes und Legendäres. Auf diese Skifreizeit freuten wir uns das ganze Jahr. Geleitet wurde die Freizeit von ein paar Übungsleitern, die selbst noch grün hinter den Ohren waren. Das Schicksal einer Truppe von etwa 60 pubertierenden Kindern wurde von unserem Skiclub in die Hand von ein paar Gummihunden gelegt, deren Gedanken primär darum kreisten, wie sie selbst im Verlaufe der Woche in den Genuss von spektakulären Abfahrten kommen konnten.

Diese Jungs wurden dann unsere Lehrer. Was sollte dabei nur rauskommen …

Schon beim Einsteigen in den Bus auf dem Parkplatz gab es bei den Teilnehmern ein vorherrschendes Thema, über das alle redeten. Den “Gamsleiten II“, die große Buckelpiste von Obertauern, den Klassiker an sich.

An jedem Morgen des Aufenthalts dann die entscheidende Frage: „ist er, der Gamsleiten II, heute offen oder gesperrt?“ Es gab immer wieder Wetterbedingungen, Nebel, Wolken und Stürme, die dafür sorgten, dass der nicht ungefährliche Lift geschlossen bleiben musste. Natürlich steckte auch mich die Faszination des Hanges an. Etwa bei meiner dritten Teilnahme an der Freizeit in Obertauern durfte ich diese Buckelpiste herunter fahren. Ich konnte zwar mittlerweile ein wenig Skifahren – aber definitiv noch keine Buckelpisten. Jeder Buckel erschien mir 2 Meter hoch und ich kämpfte mich auf meinen langen Skiern Buckel für Buckel herunter. Mit viel Glück schaffte ich etwa 3 Exemplare am Stück, aber ich kam trotz der Mühen immer unten an und das machte mich ordentlich stolz.

Und manchmal flogen sie vorbei – die Gummihunde. Ein Traum, ihnen zuzusehen. Elegant, eins mit sich, der Welt und ihrem Körper. Es schien so, als wäre ihnen die Umwelt egal. Aber ich gehe davon aus, dass sie die bewunderten Blicke von uns Mädels doch wahrnahmen – insgeheim und ohne sich dabei ertappen zu lassen.

Es kam selten vor, dass ein echter Gummihund auftauchte. Aber wenn wir einen sahen, war er das Thema der nachfolgenden Stunden bis in den Abend hinein.

Mein Fazit: Für mich war der Blog „Buckelpistenfahren.de“ interessant und kurzweilig zu lesen. Überraschend war für mich der philosophische Teil, der zwischen den Zeilen eine enorme Tiefe offenbart. In mir hat es etwas berührt, ein Zurückerinnern in eine längst vergangene Zeit. Eine Zeit, in der die Ideen im Kopf nur so gesprudelt haben, in der ich mit meinen Weggefährten die ganze Welt verändern wollte und in der ich diese Energie hatte – diese unbändige, sorglose Jugendfreude. Und in der ich so voller Leidenschaft von einem Thema besessen war, dass nichts anderes mehr zählte.

Und ich vermisse sie heute diese Gummihunde, die Abenteurer und Querdenker. Es ereignet sich ja immer seltener, dass man einem von Ihnen begegnet. Gerade darum hat mich dieser Blog gefreut.

Die Leidenschaft des Autors und die Identifikation mit seinem Thema sind faszinierend und können möglicherweise sogar eine Ideenquelle für andere werden. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere Blogbeiträge und ihm, dem Autor, dass er das Vergangene wiederfindet, alle autistischen Züge ablegt und seine Gedanken teilt mit uns, mit Euch und mit der Außenwelt.

Ich werde den Blog weiterempfehlen, wenn mir irgendwo mal ein Mensch über den Weg läuft, dem ich zutraue, ihn zu lesen.

Eure Eva

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Ausgereifter Stil https://www.buckelpistenfahren.de/873-2/ https://www.buckelpistenfahren.de/873-2/#respond Mon, 05 Jan 2009 13:57:53 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=873 .flex_column.av-h0itt-4f8b938298aca45e07571bc44586e2d0{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Ausgereifter Stil

Hier auf dieser Webseite, in diesem Blog mit seinen Texten geht es um Vintage-Buckelpistenfahren aus dem späten 20. Jahrhundert, um Erzählungen und Überlegungen aus Zeiten, wo das Buckelpistenfahren noch unterkühlt war und eine Verblüffung produzierte, die den ganzen Hang erfasste und der niemand entgehen konnte – was die Situation völlig veränderte. Aber diese Vorgänge sind schon lange vorbei und nahezu vergessen.

Video aus dem Jahr 2009

Was uns diese Jungs hier zeigen, ist eine schicke Sache, das kann sich sehen lassen – ist aber heutzutage fast verschwunden, außer eben manchmal bei Youtube. Sie präsentieren uns eine entspannte Technik, eine, die richtig ausgereift und zufriedenstellend ist und am Ziel ankommt.

Ich war in den 1980-ern der Meinung, man müsse es auf folgende Art machen: Ich zog alle Register, die ich hatte und das waren damals schon ein paar – um dann unerwartet auf ein Körperteil jenseits der Füße zu plumpsen, also auf meine Gesäßmuskeln oder auf meine Fresse. Diese Vergnügungen waren ganz brauchbar und bildeten meine bevorzugte Art des Amüsements und ein Unglück ist eigentlich nie passiert.

Das Video mit seinem kühlen und beherrschten Inhalt ist anders gestrickt und für mich und meine Altersgenossen zugegebenermaßen Zukunftsmusik geblieben, obwohl wir uns ein wenig in diese Richtung hin entwickelt haben – aber bestimmt nicht bis in diese Stufe hinein. Nicht mehr so experimentell wie bei mir, aber beeindruckend – und wie lange hat der Buckelpistensport für das Erreichen dieses Niveaus benötigt? Seit dem Start Anno 1970 – wo alle noch fröhlich und etwas unkoordiniert waren – etwa 40 Winter. Außerdem sind es mehrere Fahrer, die uns hier auf die Nerven gehen. Das Ganze sieht auch nicht grenzwertig aus, in dem Sinne, als würden die Typen Dinge tun, die sie überfordern und ihre Gelenke schädigen und langfristig demolieren. Sie zeigen uns das Leistungsvermögen, welches wir Buckelpistenfahrer schon immer gesucht und in Gedanken herbei gewünscht haben. Unser Endziel, der heilige Gral unseres Sports sozusagen.

Stari Vrh

Und das nicht mal in den Alpen, sondern auf einem relativ kurzen Hang auf dem Balkan. In Slovenien gibt es keine Pisten von fünf Kilometern Länge. Es braucht auch nicht mehr, als die 200 Meter am „Stari Vrh“.

Wir Buckelpistenfahrer haben mit kürzeren Hängen übrigens kein Problem. Und noch nicht mal einen Lift benötigen wir streng genommen. Wir können zwischen den Fahrten, die doch einigermaßen anstrengenden sind, zur Entspannung auch etwas anderes tun – also zum Beispiel den Hang wieder hochlaufen. Eine Buckelpiste muss auch nicht steil sein, um Laune zu machen. Sie muss nur ausgefahren und bucklig sein.

Im Ruhrgebiet existiert eine Skihalle mit einer Streckenlänge von ein paar hundert Metern. Zum normalen Skifahren ist das natürlich zu kurz. Man fährt oben los und drei Atemzüge später hat man den Hang schon hinter sich. Aber wenn man dort Buckelpisten entstehen lassen würde, dann wäre das etwas anderes. Dann könnte dieses Angebot auch für uns sportlich orientierte Menschen interessant werden. Ein nüchterner Planer kann diesen Gedanken übrigens noch weiter treiben: Wie wäre es, wenn wir eine derartige Halle im heißen Wüstensand oder in den Niederlanden bauen würden?

Das mit dem Wüstensand ist keine Spekulation mehr. Man könnte auch von Hallen auf dem Mond oder Mars spekulieren – wo jeder Mondbesucher die tollsten Sachen machen kann: Etwa einen doppelten Salto springen, ohne ihn je vorher geübt zu haben. Oder einen achtfachen Salto, wenn er auf der Erde bereits den Doppelten springen kann. Wer weiß heute schon, was alles getan werden werden kann in den nächsten Jahrhunderten und was nicht.

Nachtrag

Das war jetzt mal ein kurzer und zugegeben leicht alberner Ausflug in die Zukunft. Das ist schon albern, wenn man von Skihallen auf dem Mond redet.

Falls Ihr Euch eher für vergangene Dinge interessiert  – weil ihr zum Beispiel einen Buckelpistenfahrer gesehen habt und Euch wundert, wieso dieser Sport aus der Mode gekommen ist – dann seid ihr hier richtig und vielleicht auch ein wenig neugierig? Das Buckelpistenfahren kam vor Jahrzehnten gut an, konnte sich sehen lassen und machte auch Laune beim Ausprobieren.

Und jeder altgewordene Hot-Dogger aus den 1980-ern, sofern er noch einigermaßen laufen und mit Euch sprechen kann, wird auf Aufforderung hin tief einatmen, einen Moment lang zurück schauen, mit seinen zittrigen Augen an der Decke entlang fahren und dann sagen:

„Das Buckelpistenfahren soll tot sein?
Niemals, es lebe das Buckelpistenfahren!“

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Kontakt https://www.buckelpistenfahren.de/kontakt/ https://www.buckelpistenfahren.de/kontakt/#respond Sun, 13 Apr 2008 20:58:13 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=102 .flex_column.av-v2ia6-15668a7496e851a73a5c89a6074296b3{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Kontakt

Hier möchte ich von der Geschichte dieser Webseite reden und einen Wunsch an Euch herantragen.

Die Seite ist seit 2003 online.

Ich bin mittlerweile tatsächlich über 18 Jahre alt geworden und habe mich beruhigt, denn irgendwann erwischt es jeden – so wie alle Skifahrer in meiner Umgebung, die auch mal saubere Sachen gemacht haben. Als ich dann älter wurde, dachte ich mir:  Die Ansichten zum alpinen Wintersport könnten doch ein Thema für eine Abhandlung sein. Ich habe also in den Jahren 2000 – 2003  und auch danach nochmals über die Schulter geschaut und festgestellt, wie abenteuerlich Buckelpistenfahren eigentlich sein kann. Egal ob jemand meine Webseite nun besuchen wird oder nicht – und es sieht ja nicht danach aus. Gleichzeitig habe ich ein Buch über die Einwohner Lispoms geschrieben, aber darüber möchte ich jetzt nicht näher eingehen.

Wer Arme und Beine besitzt, im richtigen Alter ist und Buckelpisten besucht, kann sich – ein bisschen Dickköpfigkeit vorausgesetzt – eigene, weiche Knie entwickeln. Warum auch nicht. Er oder sie soll andere Skifahrer beobachten und ein wenig trainieren. Schneller kommt er voran, wenn er oder sie irgendwo eine Trainingsgruppe ausfindig macht und dort einsteigt.

Derzeit bin ich der einzige, der hier Texte schreibt, aber das muss nicht so bleiben. Vielleicht möchte jemand von Euch ein paar Dinge los werden zum Thema Gummihund und Buckelpistenfahren? Wie lebt es sich im 21. Jahrhundert auf Buckelpisten? Was gibt es neues zu erzählen, oder wiederholen sich die alten Erlebnisse in anderen Variationen und Formen?

Schreibt mir einfach ein paar Sätze und lasst mir den Text zukommen. Es wäre mir eine Freude, Beiträge von Euch, natürlich mit Euren Namen versehen, in diese Internetseite aufzunehmen. Der Menuepunkt  „Geschichten“ braucht dringend Text-Nachschub. Es wäre dann ungefähr der zweite fremde Beitrag nach diesem Ersten. Meine Mailadresse: ( pafre10[ät]googlemail[dot]com )

Die technische Geschichte dieser Webseite

Die erste Version von Gummihund.de entstand im Jahr 2003 und war noch fest in HTML codiert. Dann kam eine Seite mit Typo3, die dann aber irgendwann offline stand.

Der Grund der Unterbrechung war: Es gab Autos mit eingebauter WLAN-Antenne, die durch die Straẞen fuhren und stehen blieben, wenn sie ein ungeschütztes Netzwerk entdeckten. Zugegeben, man soll nicht denken, Verschlüsselung sei Luxus. Was dann genau passierte, ist nicht ganz klar, jedenfalls waren drei Tage späte alle meine persönlichen Seiten kontaminiert. Im Angesicht des Angriffs lag die Entscheidung nahe, gleich etwas Neues zu machen. Insofern seht Ihr hier eine zweite Version von Gummihund oder „Gummihund reloaded“.

Version 3.0 – 2016

Anschließend bin ich dann zu WordPress gewechselt. So kommt man einfach schneller zum Ziel. Wir sind also derzeit bei der dritten Version. Ihr wisst nicht, was “Typo3” und “Wordpress” ist? Nicht schlimm, ich erkläre es Euch: Beides sind Softwaresysteme, mit denen man Internetseiten ins Netz stellt. Das kann ja nicht jeder wissen …

Ich kenne das, denn ich verdiene mein Geld mit solchen Dingen. Ich bin von Beruf Webdesigner.


David Hasselhoff soll mir ähnlich sehen. Man kann es sich nicht aussuchen. Da ich mich entschlossen habe, keine Bilder von mir zu zeigen, aus Gründen, die sich mir nicht ganz erschließen, bekommt er hier ein schönes Bild gesetzt.

Also: immer locker bleiben.

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Impressum https://www.buckelpistenfahren.de/impressum/ https://www.buckelpistenfahren.de/impressum/#respond Wed, 20 Aug 2003 21:12:40 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=114 .flex_column.av-shun6-f006fc49e39c867e788e98d6e0430da9{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Impressum


COLD DOG PRODUCTIONS

Verantwortlich : Pavel Frejka

Kontakt: pavel.frejka@gmail.com

Tel: +49 172 6285473

Wer Bedenken anmelden will, weil ihm etwas an diesem Blog nicht passt – der soll erst mal eine Nachricht an peter.autofrei[ät]googlemail[dot]com schicken, dann kucken wir mal. Welchen Grund sollte man auch für eine Beschwerde finden? Hier werden keine Namen genannt und die Bilder stammen auch nicht aus fremden Quellen. Ist doch alles Eigenproduktion.


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Skigebiete https://www.buckelpistenfahren.de/skigebiete/ https://www.buckelpistenfahren.de/skigebiete/#respond Wed, 20 Mar 2002 22:11:00 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=112

Skigebiete

Bewertung der besten Skigebiete nach Kriterien für das Buckelpistenfahren.

Früher waren einige Pisten in Tignes, Gaschurn, Obertauern, Andermatt und St. Anton nicht zu verachten. Der Zirkus fand statt, und wie.

Überall, wo man jetzt hinkommt herrscht gespenstische Stille, wird nicht mehr Buckelpiste gefahren. Daher  kommt nun ein Bericht über Vergangenes, über das Geschehen an historischen Orten. Wir stellen einige Orte vor aus einer Zeit, als alles begann. Übrigens: Wo es anfing, da kann es wieder starten – und besser als je zuvor.

Gaschurn und Silvretta Nova

In Gaschurn fuhren die geilsten Buckelpistenfahrer Österreichs herum, das Publikum war zahlreich, nur leider musste man lange an den Liften anstehen. Es gab tatsächlich einen Einer-Sessel als Zubringer. Nicht zu fassen. Aber wenn man oben war: Berauschend


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

Tignes

Viele Buckelpisten, viel Publikum, keine Liftschlangen, perfekte Bedingungen, aber wo war die Szene? Vielleicht war ich auch im falschen Monat da.


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

Obertauern

In den 80-ern schöne Piste Gamsleiten 2 mit echt gefährlichem „Todesschlepper“ (das Hochfahren war ein Abenteuer für sich). Die zugehörige Buckelpiste: erste Sahne. Viele andere gute Pisten, aber überhaupt keine Szene. Mittlerweile wurden dem Gamsleiten 2 die Hörner abgesägt. Das kommt davon, dass man einen Sessellift baut und jeder, der hinauffährt, den Hang auch runter kommen muss.


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

Les Arcs

Eine schöne Buckelpiste, nein zwei, mittelgroße Liftschlangen, seltsame Tellerlifte, aber zu Ostern 1989 nur zwei nennenswerte Buckelpistenfahrer (mit mir zusammen). Eine tolle Aussicht auf den Sonnenuntergang. An sowas denkt man gerne zurück.


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

Andermatt

Platz ohne Ende, üppige Buckelpisten, wenige Buckelpistenfahrer, nur Geduld an der großen Seilbahn war vonnöten. Man fand dort immer Tiefschneehänge, selbst, wenn es 2 Wochen mal nicht geschneit hatte.


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

St. Anton

Gute Buckelpistenszene an einer flachen Buckelpiste, ansonsten verfügte das Skigebiet über zu große Liftkapazitäten. Was will man auch machen. Das Apres-Ski war gewöhnungsbedürftig – außer man hatte Interesse an der stets gleichen Schlagermusik von der Platte.


Buckelpistenlängen
Gemeinschaft
Zuschauer

Heute

Heute gibt es fast keine Buckelpisten mehr. Was ist zu tun?

Selbstproduktion

Wenn Ihr zu fünft seid, dann produziert euch eine eigene Piste. Ihr fahrt zwei mal hintereinander durchs tiefe Gelände und schon ist sie da, die Sportstätte für den täglichen Gebrauch. Vielleicht schüchtert Ihr noch den Liftboy ein. Er soll das Ergebnis nicht in der Nacht mit der Walze zerstören.

Snowboarder

Außerdem sollte man die Snowboardfahrer davon abhalten können, in den Bereich hineinzufahren. Ich habe  nichts gegen „Speckbrettfahrer“. Ich würde sie noch nicht mal „Speckbrettfahrer“ nennen. Aber wenn sie in unsere Buckel reinfahren, dann war es das erst mal mit der Buckelpiste. Ihre vermeintliche Freiheit, überall einzudringen, zerstört unsere Möglichkeit, die seltenen Tanzveranstaltungen auf der Piste zu organisieren.

Früher gab es keine Snowboarder, die die Pisten zerschlissen haben.

Abendunterhaltung

In Sölden gibt es eine Kneipe, die sich „Mogul“ nennt. Vielleicht hat das etwas zu bedeuten. „Mogul Skiing“ ist ein US-amerikanischer Begriff für unseren Sport.

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Projekt: Einen Skifilm drehen https://www.buckelpistenfahren.de/einen-skifilm-drehen/ https://www.buckelpistenfahren.de/einen-skifilm-drehen/#respond Mon, 08 Mar 1999 20:46:41 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=1457 .flex_column.av-41n34h-d53af7ea092f6c053a15b0be759a774a{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Wer hat Interesse …

… einen Skifilm zu drehen?

Wir machen einen Skifilm, in dem Leute zu sehen sind, die anders sind als der Rest, die die Vorgänge auf den Pisten kennen oder auch kennen lernen, die sich darüber lustig machen und die zwar schöne, aber mittlerweile doch etwas verwahrloste Alpenlandschaft bewohnen und besuchen.

Ich suche also Leute, die einen Film drehen möchten, denn sowas kann man nicht alleine machen. Das Thema wäre neu, denn soweit ich weiß, wurde noch kein Skifilm mit Handlung gedreht. Es gab zwar vor Jahrzehnten mal diesen „Fire and Ice“ von Willy Bogner und das Werk hat in der Tat ein paar schöne Momente, die sieht man sich gerne an – aber auch ein paar handwerkliche Fehler, so könnte man meinen. Jogi hat den Film geliebt und auch ich habe ihn mir bis zum Schluss angeschaut, aber am Ende dann doch nicht gemocht. Bogners Sachen gehören mehr in die Kategorie „Musicals“ und „Standardtänze“ – und nicht zur Untermenge der Revolutionäre, der Nonkonfirmisten, der Breakdancer. Auch war,wie gesagt, der Sinn des Filmes von Herrn Bogner nicht erkennbar, jedenfalls mir nicht.

Produktionsweise

Ich bin der Meinung: Ein Film sollte einen Inhalt besitzen, eine Geschichte, etwas von Belang, eine Abfolge von Handlungen, die vorher überlegt sein wollen.

Und wie machen wir das? Ganz einfach: Die  Teilnehmer des Drehs treffen sich im Januar oder Februar, weil da liegt vielleicht noch Schnee in den Bergen, heutzutage, und rücken gemeinsam an. Dann sollte es schnell gehen, sonst klappt das wahrscheinlich nicht in der verfügbaren Zeit. Keine Diskussionen mehr über Handlung oder Ort des Geschehens, denn dafür fehlt die Muße und man würde unter Umständen wahnsinnig werden. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passieren würde, wenn wir 10 Leute auf den Hang bringen und ein Teilnehmer fängt plötzlich an zu streiken und sich quer zu stellen, weil ihm etwas nicht passt. Eine vorgegebene Disziplin ist also notwendig, ausgehend von den Organisatoren dieser Veranstaltung. Mitarbeiten und mitdenken, ja, in der Vorbereitungszeit – aber vor Ort wird dann gemacht, was vereinbart ist.

Es gibt mehrere Sachen zu organisieren. Wir benötigen zunächst Darsteller die sich mit Skitechnik und Gesichtsmimik auskennen, vielleicht auch Profis in den jeweiligen Bereichen. Skiprofis also und Schauspieler.

Und dann? Im Film werden wir Dialekt sprechen lassen: Schwitzerdütsch, Österreichisch, Bayerisch und das Gleiche im italienischem und französischem Dialekt. Schließlich drehen wir das Werk in den Alpen und wir sind in Europa und das Leben ist hier nun mal ein Flickenteppich an Sprachen, von Tal zu Tal unterschiedlich.

Die Hauptperson unseres Filmes könnte eine junge Dame sein. Die Handlung liegt bei mir in Grundzügen bereit, sie liegt in der Schublade. Verraten möchte ich von der Handlung unter keinen Umständen etwas – außer jemand fragt mich danach.

Wir brauchen in der Summe also sowohl Kameras und Schnittsoftware als auch Zeit. Vielleicht können wir auch mit GoPro’s filmen, das wäre ganz simpel – oder sollen wir stattdessen auf gar keinen Fall mit billigem Kleinkram filmen und lieber dutzende Kilo Technik mitschleppen? Denken wir heute an Helmkameras und Drohnen? Ich weiß es nicht. Man muss es ausprobieren.

Also, wer Lust hat, der kann mal überlegen, was er zu tun hat. Ein schickes Kernteam aus 10 Akteuren hinter und vor der Kamera, wie gesagt, das wäre nicht schlecht.

Meine Mailadresse in dieser Angelegenheit: pafre10[at]gmail[dot]com.

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Tiefschnee fahren https://www.buckelpistenfahren.de/tiefschnee-fahren/ https://www.buckelpistenfahren.de/tiefschnee-fahren/#respond Tue, 18 Mar 1986 11:38:37 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=404

Viele Leute finden es irgendwie kompliziert und anstrengend Buckelpiste zu fahren. In der Tat eine interessante und tolerierbare Meinung, aber wir sind hier auf einer Seite für Buckelpistenexperten und da haben sich die Dinge entwickelt.  Also passen wir die Anforderungen an.

Die Steigerungsformen einer Buckelpiste

Zu einer normalen Buckelpiste existieren Steigerungen. Steigerungen im Grad der Schwierigkeit:

Wir haben als erste Form eine

  • verschneite Buckelpiste

dann eine

  • verschneite Buckelpiste im Nebel

und noch eine dritte Variante, eine

  • verschneite Buckelpiste im Nebel, wenn Du das Gelände nicht kennst

aber für dieses Vorhaben musst Du in der Lage sein, im Bruchteil einer Sekunde einen Purzelbaum zu schlagen – nämlich dann, wenn ein unerwartetes Loch auftaucht. So wie in den letzten Sekunden dieses Videos.

Bei kurzer Sicht haben Schneewände und Löcher ungefähr die gleiche Farbe wie der Nebel, sie sind weiß und können ohne eingebaute Radaranlage nicht erkannt werden. Denkt bitte bei gelegenheit an diesen Umstand. Was ich hier vorschlage, ist in etwa so gefährlich, wie Fahrrad fahren im Herbst, wenn Laub auf der Straße liegt.

Tiefschneefahren

Gerade im Bereich der Extremsportarten ereignen sich Absurdität, hohes Können und Faszination manchmal gleichzeitig. Das hört sich  zwar unlogisch an, ist aber dann doch interessant in der Praxis.

Mein Kumpel Jogi hat mal gesagt, eine Abfahrt im Tiefschnee sei das schönste Erlebnis, welches er kenne. Die Schneekissen im Tiefschnee, meinte er, erinnerten ihn nämlich an etwas Elastisches und Rundes. Er sah darin eine Weichheit, wie man sie nur bei zwei Sachen fände:  Tiefschnee und Frauenkörper seien zum hineinfallen weich beschaffen. So sei das nun mal.

Tiefschnee und Frauenkörper?

Jogi begab sich morgens – wenn es in der Nacht geschneit hatte – auf seine eigenen Routen. Er hatte sich einen Plan ausgedacht. Er wollte keine Stahlträger mehr sehen und keinen Laut mehr hören. Das Ziel war eine Abgeschiedenheit, eine „Stille“, wie man sie nur finden kann, wenn man früh los geht und sich auskennt. Er wollte raus in die großen Felder mit Schneekissen aus Millionen von weichen, weißgefärbten Daunen.

Zuvor hatte seine Hand am Ärmel meines Schlafanzugs gerüttelt, mit folgender Ansage: „Aufstehen, Du Honk, wir haben was vor heute. Es hat geschneit und die Sonne scheint. Was machst Du noch im Bett? Spinnst Du oder was?“ Meine Systeme fuhren hoch, zum Morgengrauen und auf seine Veranlassung hin.

Eine Stunde später schaute ich ihn an. Mit hundert Schritten stapfte er auf einen Platz, den er für gut befand. Bevor es los ging, schaute er hoch zur Sonne und auf die Felsformationen. Dann nach unten auf den Hang, der so geil aussah wie sonst was. Er klopfte mit den Stöcken in den Schnee. Es konnte los gehen, in diesem Moment wurden seine Ideen zur Tat – irgendeine Idee angewendet, anderes einfach ausgeblendet. Schnell noch ein paar Anstalten machen wie ein Pferd, das mit den Hufen scharrt – und dann Gummi geben.

Er ließ sich in die eben erwähnten Schneekissen hinein fallen und dabei spritzte der Schnee ordentlich in die Höhe. Manchmal hat er beim Fahren keine Luft mehr bekommen, weil der Schnee von den Knien ins Gesicht hoch schoss. Diese künstliche Atemnot hat ihn aber nicht nur nicht gestört, er liebte sie geradezu.  Am Schluss machte er einen gewaltigen Stopp, spuckte den restlichen Schnee aus, schüttelte an seiner Jacke und grinste. Ein fröhlich aufgeräumter Jogi stand vor mir. Solche Aktionen sahen richtig entspannend  aus, das muss man sagen und da konnte man den Rest schon vergessen.

So war das. Und so kann es auch heute noch sein, wenn Du die Haltekraft hast, im richtigen Moment aufzustehen.

Wie er es mit den Frauen gehalten hat, das kann ich nicht sagen – und wenn ich es wüsste, sähe ich keine Notwendigkeit mit Euch darüber zu reden.

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Steve und Phil Mahre beim Heliskiing https://www.buckelpistenfahren.de/steve-und-phil-mahre-beim-heliskiing/ https://www.buckelpistenfahren.de/steve-und-phil-mahre-beim-heliskiing/#respond Sat, 28 Dec 1985 14:07:58 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=880 .flex_column.av-1cac0-481eb81e294d2b4363778c45bf0bc7bf{ border-radius:0px 0px 0px 0px; padding:0px 0px 0px 0px; }

Steve und Phil Mahre beim Heliskiing

Anno ca. 1980 – 85

Hier geht es um ein Video, das Eindruck gemacht hat. Wir sprechen vom Heliskiing und fragen uns, ob ausgebildete Torläufer auch notwendigerweise über Knie aus Gummi verfügen.

In den 80-ern gabe es einen Film mit dem Titel : „Steve und Phil Mahre beim Heliskiing in Kanada“. Jogi, mein Skikollege und ich haben uns diesen Film immer wieder angeschaut und die Zeit genossen und uns klein und unvollkommen gefühlt dabei. Diese Szenen spiegelten für uns die damaligen Möglichkeiten in Sachen Skibeherrschung, das State of the Art.

Lange Zeit konnte ich Euch das Video nicht präsentieren, aber irgendwann hat es anscheinend jemand in einer Kiste auf dem Speicher gefunden und zur allgemeinen Verwendung bei YouTube hochgeladen.

Warum ist gerade dieser Film so interessant? Nun, wir möchten in einem Bericht nicht sehen, wie sich Vollidioten mehr oder minder freiwillig massakrieren und zu Grunde richten. Wir wollen etwas zu sehen bekommen, was gekonnt aussieht. Da ist schon ein bisschen Übung gefragt.

Damals gehörten die beiden Zwillingsbrüder zur internationalen Auswahl und sie haben auch Rennen gewonnen. Am Ende einer nicht näher bestimmbaren Saison standen sie noch voll im Saft und haben sich die letzten Schneetage mit Heliskiing schön gemacht.

Wie?

Ja, das Verwenden von Hubschraubern als Aufstiegshilfen ist eine brutale Vernichtung von Stille und Abgelegenheit an den wenigen Stellen, wo Ruhe überhaupt noch stattfindet. Nicht unbedingt die feine Art und pervers uneinsichtig das Ganze, aber was erlaubt ist, ist erlaubt. So wie Autofahren ja auch erlaubt ist, das Essen von Fleisch gestattet ist, das Trinken starker Alkoholika und das Anzünden von Zigarren mit 100 € Scheinen.

Ist alles legal, wie jeder bestätigen kann.

Die Brüder haben also besagten Kurzfilm produziert, und fuhren die angeflogenen Tiefschneehänge herunter. Eine federweiche und präzise Fahrweise ist da zu sehen – so eine Art von amerikanischem Uhrwerk auf Skiern.

Dann macht einer der beiden einen Stunt, einen ziemlich beeindruckenden und springt einen Heli mit 360 Grad Drehung – in einem Moment, wo man als Zuschauer in der damaligen Zeit nicht damit rechnete – und landet den Sprung sauber. Das war schon mal nicht schlecht. Dann fährt er über eine Kante und plumpst in eine Tiefe von vielleicht fünf Metern, setzt dabei dummerweise schräg auf dem Innenski auf, so dass es ihn elendig zerreißt und dann passiert etwas Seltsames: Er fährt zuerst in eine Staubwolke ein, dann sieht man nichts, und dann schwingt dieser Steve oder Phil aus seiner kruden Lage heraus, als sei nichts gewesen.


Mit der Zeit hat diese Dokumentation, wie es aussieht, an Intensität eingebüßt und man versteht nicht mehr so genau, warum der Film so zentral für uns war. Das Erlebnis von damals ist jedenfalls nicht mehr abrufbar.

Dennoch: Diese zwei Typen zeigen uns eine elastische Virtuosität, Lockerheit in der Bewegungsabfolge und sie würfeln nicht. Sie spielen nicht mit ihrer Existenz und mit ihrer Gesundheit – wie es die Youtuber heute oft tun, um ihre Klickzahlen zu generieren.

Rennfahrer und Buckelpistenfahrer

Ob die Gebrüder Mahre nun auch Buckelpiste fahren konnten, ist nicht nachzuweisen. Was ich weiß und sagen kann: Nicht jeder Torläufer kann mit buckeligem Gelände umgehen.

Ich habe ein Beispiel für diese Behauptung vorliegen, und schreibe meine Sätze nicht einfach so daher. Ein Kandidat, der die Tore im Wettkampf gut passieren konnte und Erfolge mit der Stoppuhr hatte, ist ein gewisser Marcel Hirscher. Und selbst dieser ehemalige Rennfahrer ist nicht in der Lage, so scheint es, mit logischen Bewegungen durch einen Buckelhang zu kommen.

Was wir hier sehen können.



Ja, das ist tatsächlich ein Jammern auf hohem Niveau, unseren Gummihund-Niveau und ich habe mich natürlich gewundert über meine eigene Aussage. Aber genau so verhält es sich.

Marcel geht nicht in den richtigen Moment in die Knie und er wird es auch nicht mehr  lernen, weil er für diese Aufgabenstellung mittlerweile zu alt ist und eine Bestätigung von unserer Seite nun wirklich nicht braucht, würde ich sagen und wozu auch? Um endlich mal präsent zu sein und geachtet zu werden auf der Piste?

Nehme er uns diesen Text nicht übel, Herr Marcel Hirscher. Buckelpisten sind keine Riesenslalomhänge. Wir Gummihunde kriegen auch eins auf unseren Deckel, wenn wir langgezogene Schwünge fahren sollen, Aktionen, die über die ganze Hangbreite gehen und diese Linien einfach nicht sauber auf die Piste legen können.

Ich erinnere mich daran, es seinerzeit als störend empfunden zu haben, mich als „Rennfahrer “ titulieren lassen zu müssen. Ich, ein Rennfahrer? Diese Bezeichnung habe ich nicht mehr gemocht, seit dem Tag, wo ich die ersten Reaktionen provozierte und keine regelmäßigen Aussetzer mehr hatte. Ich hatte danach keine Lust spazieren zu gehen sondern ich wollte lieber tanzen. Das Torlaufen bei Wettbewerben, wo die Teilnehmer sich über Stunden langweilen, dumm gegeneinander ankämpfen und einander nicht leiden können – war bei dieser Sichtweise wie spazieren gehen und das freie, unreglementierte Buckelpistenfahren wie tanzen.

Eine abschließende Recherche im Netz hat gezeigt, dass Heliskiing in den Alpen mittlerweile so gut wie verboten ist. Na also. Geht doch.

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Vintage Video https://www.buckelpistenfahren.de/videos/ https://www.buckelpistenfahren.de/videos/#respond Thu, 20 Mar 1975 22:00:06 +0000 http://www.buckelpistenfahren.de/?p=106

Video der Firma Head

Das Video stammt schätzungsweise aus dem Jahr 1972

Einst hieß Buckelpistenfahren „Hot-Dogging“. Fahren konnten sie damals noch nicht sehr befreit, aber springen schon ganz gut. Sie hatten ausserdem Probleme, ihre Brillen ordentlich zu befestigen. Schaut selbst.

Ich wurde geboren, bevor die ersten Menschen auf dem Mond herum liefen, aber an diesen „Yahoo“ Ski, um den es hier geht, kann ich mich nicht mehr erinnern. Der Vintage-Effekt von Super-8 Filmen stellt eine schöne Zeitdistanz zu dem Video her. Da entstehen lustige Erinnerungen an Typen mit unverschämten Lachen. In diesem Lachen konnte man damals ausschließlich krumme Zähne sehen. Es waren Tage, die im Verhältnis gar nicht so schlecht waren, wo lustige Leute unterwegs waren.

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